Lauras Lieblingsstück: Das Samtkleid von Schumacher

Schumacher: Samtkleid in zwei Farben.

Zweifarbiges Samtkleid von Schumacher!

Der Herbst ist da, zumindest im Westen der Republik. Die Suche nach Sommerkleidern, Sandalen und Sonnenbrillen kann also eingestellt werden. Dafür widmen wir uns lieber den aktuellen Herbsttrends, denn die haben was zu bieten – also, keine Angst vor buntem Laub!

Es ist eine unendliche Geschichte, quasi die modische Form des funktionierenden Perpetuum mobiles: Mit absoluter Garantie gibt es jede Saison diesen einen Trend, dieses eine Musthave, dem wir hinterherrennen. Bis wir es haben. Oder bis es ein Neues gibt. Bezeichnenderweise lösen die Herbsttrends die ganze Sommerfreude ab und stimmen uns auf die Zeit der Stiefel, Wollstrumpfhosen und XXL Schals ein. Aber was gibt’s zum Hinterherrennen?

Streichelzart: Samt in allen Variationen

Ja stimmt, Samt gab es auch schon im letzten Herbst, Fendi hat den antiquierten Stoff mit cleanen Schnitten und Gürteleinsatz wieder salonfähig gemacht. So ganz hat es der Samt nicht vom Laufsteg in unsere Kleiderschränke geschafft, aber für diesen Herbst ist ein lauterer Paukenschlag angekündigt: Samt wird nicht einfach nur als “Trend: Samt” zelebriert, sondern spielt gleich in mehreren großen Linien der Herbstkollektionen eine Rolle. Den edlen Glanz und subtilen Schimmer macht man sich für den kommenden Glitzertrend zunutze, die mystische Gothic-Allure für den Twilight-Look (über den man sicher streiten kann!) und Samt allover in sinnlichem Rot steht für den vergangenen Glanz der alten Zeiten.

Wer sich die Abendkleider, Mäntel, Bustierkleider und Hosenanzüge aus Samt anschaut, der fragt sich wahrscheinlich – wie ich -, warum dieses tolle Material immer wieder saisonweise in der Versenkung verschwinden muss, um dann mit großem Brimborium wieder ausgegraben zu werden, ohne zu den absoluten Klassikern wie Strick, Tweed oder Fell zu gehören. Bislang hat auf diese Frage noch niemand eine befriedigende Antwort geben können und deshalb sollten wir uns auch sicherheitshalber einfach darüber freuen, dass der Samt wieder da ist, wer weiß, wie lange er bleibt.

Mein Musthave 2010/2011: Samtkleider

Meiner Meinung nach gibt es keine einfachere Variante als ein Samtkleid um diesen Trend stilgerecht durch den Herbst zu bringen. Samt duldet sowohl feine Spitzenstrumpfhosen für durchtanzte Nächte als auch blickdichte Wollstrumpfhosen für bitterkalte Nachmittage. Ohne aufdringlich zu sein, sorgt Samt allein durch seine fließende Textur für neidische Blicke. Drapierungen sind quasi Pflicht, oder zumindest ein schöner Wasserfallausschnitt, um die Vorzüge von Samt so richtig zur Geltung zu bringen. Damit es aber nicht zu sehr nach Black Lolita oder Gothic-Szene aussieht, sollten spitzenbesetzte und bodenlange Samtkleider nicht die erste Wahl sein. Lieber kurz und clean, in aufregenden Farben wie Waldgrün, Weinrot, Dunkelviolett oder Silbergrau. Ach, und aufgepasst: Samt mag keine verrauchten Clubs, denn wie in Wolle setzt sich der Rauchgeruch fast unzertrennlich in den Fasern fest. Und wer will das schon? Laura

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